• Unerfüllter Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch

Man spricht von unerfülltem Kinderwunsch, wenn sich nach einem Jahr des Absetzens von Verhütungsmitteln ein bestehender Kinderwunsch nicht erfüllt hat. Dieses Problem betrifft leider heutzutage viele Paare und löst häufig einen grossen Leidensdruck aus. Die Ursachen sind vielfältig, generell kann gesagt werden, dass man in etwa 1/3 der Paare eine Problematik bei der Frau, in 1/3 der betroffenen Paare eine Ursache beim Mann und in dem verbleibenden Drittel bei beiden einen ursächlichen Faktor findet. Dementsprechend sollten idealerweise die Abklärungen bei der Frau und dem Mann vorgenommen werden. Die Ursachen sollen hier nur kurz zusammengefasst werden, in einem persönlichen Gespräch erklären wir Ihnen gerne, welche Abklärungen bei Ihnen sinnvoll sind und wie gegebenenfalls eine mögliche Therapie aussehen könnte.

Abklärungen

Beim Mann sollte ein sogenanntes Spermiogramm gemacht weden. Aus diesem kann abgelesen werden, ob Anzahl, Form und Beweglichkeit der Sermien im Normalbereich liegen. Für ein solches Spermiogramm überweisen wir die Patienten an externe Labors und gegebenfalls zu einem Urologen, falls weitere Abklärungen notwendig erscheinen. Bei der Frau sind prinzipiell folgende Abklärungen zu empfehlen: Die Hormonanalyse und Ultraschalluntersuchungen zu verschiedenen Zeitpunkten des Zyklus lässt eine Aussage über die Regelmässigkeit und den Zeitpunkt des Eisprunges (der Ovulation) zu. Mittels Ultraschall kann die Innenstruktur der Gebärmutter wie auch die Durchgängigkeit der Eileiter überprüft werden (HysteroHydroSonografie). Natürlich spielen weitere Faktoren eine Rolle, welche im persönlichen Gespräch eruiert werden sollten.

Therapie

Welche Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch schlussendlich empfohlen wird hängt von der Ursache ab. Die Therapien sind individuell und in Bezug auf die Belastungen seitens des Paares ebenfalls sehr unterschiedlich.
Ovulationsinduktion
Unter Ovulationsinduktion versteht man die Herbeiführung und das Auslösen eines Eisprungs. Die ist mit der Einnahme von Medikamenten verbunden, welche das Heranreifen des Eies fördern. Mittels Ultraschallkontrolle wird die Entwicklung des Eis,beziehungsweise des Follikels kontrolliert. Je nach Situation empfehlen wir dann zu gegebenen Zeitraum Geschlechtsverkehr oder eine Insemination
Insemination
Bei der Insemination werden die Spemien in die Gebärmutter der Frau gespritzt. Dieser Vorgang ist schmerzlos und hat zum Ziel, die Distanz, quasi den zurückzulegenden Weg für die Spermien, zwischen Ei und Spermien zu verringern.
Dr. med. Friederike Bender Dr. med. Friederike Bender
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, FMH

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